Mann mit Gasmessgerät über einem Schacht

Gasmesstechnik

Besonders in beengten Räumen können gefährliche Gase vorhanden sein. Tragbare Gasmesstechnik erkennt explosible oder toxische Gefahren und warnt davor.

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Tragbare Gasmesstechnik rettet Leben

Gas sieht man nicht – das macht es so gefährlich. Beim Einstieg in Gruben, Schächte, Silos und Kanäle ist das Risiko besonders hoch. Es gibt drei Gefahren, die mit mobiler Gasmesstechnik erkannt und gemessen werden können – das rettet unter Umständen Leben.

Auf einen Blick
    Mann, der mit einem Gasmessgerät den Gasgehalt in einem Kanal misst
    Besonders beim Einstieg in beengte Räume wie Schächte und Kanäle besteht das Risiko von gefährlichen Gasen. Gasmessgeräte geben Aufschluss darüber, ob ein Einstieg ohne Gefahr möglich ist.

    Die drei Einsatzbereiche von Gasmessgeräten

    Gasmessgeräte können verschiedene Gefahren erkennen und frühzeitig davor warnen. Es geht dabei einerseits um Explosionsgefahr sowie andererseits um mögliche Gesundheitsschädigungen des Menschen durch Vergiftung oder Sauerstoffmangel. Die Gefahren werden also in drei Einsatzbereiche unterteilt:

    • Explosionsgefahr (Ex) aufgrund brennbarer Gase

      • Gasmessgeräte zur Erkennung von brennbaren Gasen und vor explosionsgefährdeten Atmosphären. Wenn Brennstoff oder brennbares Gas, Hitze oder eine Zündquelle und Sauerstoff zusammenkommen, kann Explosionsgefahr bestehen. Folgende Grenzwerte sind relevant:

        • untere Explosionsgrenze (UEG) oder untere Zündgrenze (UZG): geringste Konzentration von brennbarem Gas, Dampf oder Staub in der Luft, die eine Zündung noch ermöglicht

        • obere Explosionsgrenze (OEG) oder obere Zündgrenze (OZG): höchste Konzentration an Brennstoff in der Luft, bei der noch ausreichend Sauerstoff vorhanden ist, um eine Zündung auszulösen

        • Flammpunkt: niedrigste Temperatur, bei der sich ein Dampf-Luft-Gemisch bildet, das durch Fremdzündung entflammbar ist

        • Zündungsenergie: Mindestenergie, die einen brennbaren Stoff entzünden kann

        • Zündtemperatur (ehemals Zündpunkt): niedrigste unter definierten Bedingungen ermittelte Temperatur, bei der sich ein brennbarer Stoff entzündet

    Typische Gase, die in diesem Bereich überwacht werden, sind beispielsweise Aceton, Benzol, Butan, Ethylen, Heptan, Hexan, Wasserstoff, Isobutan, Methan, Pentan, Toluol oder Propan.

    • Sauerstoffgefahr (Ox) durch Sauerstoffmangel oder -überschuss

      • Gasmessgeräte zur Erkennung von Sauerstoffmangel bzw. -überschuss warnen vor Erstickungsgefahr. Sauerstoffmangel bzw. akute Erstickungsgefahr herrscht dann, wenn der Sauerstoffgehalt in der Luft weniger als 17 Vol.-% beträgt. Die Atemluft enthält im Normalfall 20,8 Vol.-%, eine Kerze erlischt bei ca. 16 Vol.-% oder noch weniger, die in der Luft enthaltenen Schadgase können für den Menschen aber schon vorher tödlich sein.

    • Vergiftungsgefahr (Tox) – giftige Gase

      • Gasmessgeräte zur Erkennung von toxischen Gasen warnen vor Vergiftungsgefahr. Hier sind zwei Werte besonders wichtig:

        • MAK-Wert (maximale Arbeitsplatzkonzentration): Die angegebenen MAK-Werte lt. ArbeitnehmerInnenschutzgesetz sind für gesunde Menschen im erwerbsfähigen Alter definiert. Bei Einhaltung des MAK-Wertes besteht für die erwähnte Personengruppe keine Gefahr.

        • TRK-Wert (technische Richtkonzentration): Der TKR-Wert wird für Substanzen angeführt, für die es laut derzeitigem Stand der Wissenschaft keine als unbedenklich geltende Konzentration gibt. Die Angabe soll das Risiko vermindern, kann Gesundheitsbeeinträchtigungen jedoch nicht komplett ausschließen.

    In der Grenzwerteverordnung sind MAK- und TRK-Werte als Tagesmittelwert, Jahresmittelwert und/oder Kurzzeitwert festgelegt.

    Typische Gase, die in diesem Bereich überwacht werden, sind beispielsweise Ammoniak, Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Chlor, Chlordioxid, Blausäure, Schwefelwasserstoff, Stickstoffmonoxid, Stickstoffdioxid, Phosphin oder Schwefeldioxid.

    Zum Erkennen von brennbaren und toxischen Gasen in der Umgebungsluft werden Eingasmessgeräte oder Multigasmessgeräte eingesetzt. Zum Erkennen von Sauerstoffmangel oder -überschuss kommen Eingasmessgeräte zum Einsatz. Es gibt Multigasmessgeräte, die mehrere Gase gleichzeitig messen können. Mit maximal fünf bis sechs Sensoren messen und erkennen sie gleichzeitig Pentan, O2, CO, H2S und CO2.

    Rauch auf schwarzem Hintergrund
    Gase sind im Gegensatz zu bspw. Rauch üblicherweise nicht sichtbar und deshalb so gefährlich. Nur mit der passenden Gasmesstechnik können sie trotzdem frühzeitig erkannt werden, womit die Sicherheit gewährleistet ist.

    Regelmäßige Überprüfung von Gasmesstechnik

    Eine Sichtkontrolle und ein Anzeigentest mit Prüfgas ist vor jeder Schicht, bei der die Gasmessgeräte zum Einsatz kommen oder kommen könnten, gesetzlich vorgeschrieben. Dabei gilt es zu beachten, dass die Konzentration der verwendeten Prüfgase, sofern das technisch möglich ist, eine definierte Genauigkeit zu erfüllen haben (+/–5 %). Welches Prüfgas für welches Gasmessgerät empfohlen wird, finden Sie in unserem Arbeitsschutz-Katalog übersichtlich dargestellt.

    Zusätzlich gibt es weitere Kontrollen, die nach der Betriebssicherheitsverordnung innerhalb bestimmter Zeiträume laufend durchzuführen sind. Eine Funktionskontrolle muss zumindest alle vier Monate und eine Systemkontrolle zumindest einmal jährlich durchgeführt werden. Eine Aufzeichnung muss zumindest alle drei Jahre gemacht werden. Die Aufzeichnung wird im Rahmen eines Service bei einer zugelassenen Stelle gemacht.

    Die Wartung und der Service von Gasmesstechnik müssen laut Gesetzgeber durch eine qualifizierte Person erfolgen. Gerne übernehmen wir diese Aufgabe für Sie. Tragen Sie im Formular in der jeweiligen Zeile die Menge der zu überprüfenden Teile ein und senden Sie es mit Klick auf den Button am Ende des Formulars an uns. Wir melden uns in Kürze bei Ihnen!


    Das richtige Gasmessgerät pro Branche, Einsatzbereich und Gefahr

    Im Bereich der Gasmesstechnik gibt es eine große Vielfalt an Messgeräten, die verschiedene Gase messen und erkennen können. Dieses große Angebot kann die Auswahl schnell erschweren.

    Um den Auswahlprozess zu erleichtern, haben wir einen Leitfaden erstellt, der bei der Bestimmung tragbarer Gasmesslösungen für spezielle Anforderungen helfen soll.

    Mann mit Gasmessgerät und Arbeitskleidung bei der Arbeit
    Gasmessgeräte können Leben retten. Deswegen ist es umso wichtiger, sie regelmäßig zu prüfen und damit sicherzustellen, dass sie einwandfrei funktionieren und vor Gefahren warnen.

    Sicher arbeiten in beengten Räumen

    Im Allgemeinen versteht man unter beengten Räumen Räume, die:

    • Gefahren für Gesundheit und/oder Sicherheit bergen können

    • nur eingeschränkte Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten bieten

    • von allen oder überwiegend vielen Seiten umschlossen sind

    • nicht für einen dauerhaften Aufenthalt ausgelegt sind

    • eine eingeschränkte Luftzirkulation besitzen

    Beim Befahren von Behältern, also der Arbeit in engen Räumen wie Kanälen, Tunneln, Lüftungs- und Aufzugsschächten oder Speicherbehältern, ist der Einstieg und Zugang beschränkt. Dadurch entstehen Gefahren: Man unterscheidet zwischen physischen und atmosphärischen Gefahren. Aus diesem Grund gibt es eine Reihe an gesetzlichen Bestimmungen und die passende PSA; allen voran die Absturzsicherung einerseits sowie qualitativ hochwertige Gasmesstechnik anderseits sind unerlässlich.

    Gesetzliche Bestimmungen beim Befahren von Behältern

    Neben dem ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG) sind beim Befahren von Behältern folgende spezifische Bedingungen zu beachten:

    • Allgemeine Arbeitnehmerschutzverordnung, AAV §§ 41, 59, 60

    • Bauarbeiterschutzverordnung, BauV §§ 120 und 122

    • Arbeitsmittelverordnung, AM-VO §§ 49, 50, 51

    • Verordnung explosionsfähige Atmosphären, VEXAT, besonders §§ 6, 17

    • Verordnung Persönliche Schutzausrüstung, PSA-V, besonders §§ 7, 14, 15

    • OVE/ÖNORM E 8001-4-706, Stand 2013-03-01 (früher: OVE-EN 1 Teil 4 § 65:1985)

    Weiters zu berücksichtigen sind:

    • Grenzwerteverordnung (GKV 2011)

    • Verordnung brennbarer Flüssigkeiten (VbF)

    • Explosionsschutzverordnung 1996, ExSV 1996

    • Flüssiggasverordnung (FGV)

    • Verordnung über die Gesundheitsüberwachung am Arbeitsplatz (VGU 2014)

    • OVE/ÖNORM EN 60974-9 Stand 2011-03-01

    Gefahren beim Befahren von Behältern

    Physische Gefahren

    • Gefahr des Absturzes

    • Gefahr von herabfallenden Gegenständen

    • Lärm und damit einhergehende Schädigung des Gehörs

    Die richtige PSA, allen voran die Absturzsicherung sowie Kopfschutz, Atemschutz und Gehörschutz, ist beim Befahren von Behältern enorm wichtig.

    Atmosphärische Gefahren

    • brennbare, entflammbare und explosive Stoffe

    • gesundheitsgefährdende Schadstoffe in der Luft wie Gase, Dämpfe, Staub oder Rauch

    • Sauerstoffmangel und Hitze

    • Ertrinken

    • biologische Gefahrenstoffe

    Mithilfe von tragbaren Gasmessgeräten können diese Gefahren schon vor dem Einstieg in den beengten Raum entdeckt und dementsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

    In vier Stufen zum sicheren Arbeiten in beengten Räumen

    Unfälle in engen Räumen sind leider keine Seltenheit. Eine vorausschauende Planung der Arbeit im beengten Raum ist daher unabdingbar.

    1. Planen und Genehmigen: Eine Risikoeinschätzung gehört zu einer guten Planung dazu und kann Leben retten. Zunächst wird der jeweilige Raum einer der drei Risikostufen (niedriges Risiko, mittleres Risiko, hohes Risiko) zugeordnet.

    2. Sicherer Ein- und Ausstieg: Vor dem Einstig wird eine mögliche atmosphärische Gefahr durch Freimessen ermittelt, um sicherzustellen, dass ein gefahrloses Arbeiten möglich ist. Die Auswahl der richtigen Ausrüstung ist essenziell.

    3. Im Inneren arbeiten: Eine kontinuierliche Überwachung der Umgebungsluft ist notwendig, um sicherzustellen, dass sich die Sauerstoff- oder Gefahrstoffkonzentration nicht ändert.

    4. Rettung: Vor dem Betreten eines engen Raumes ist ein Rettungsplan zu erstellen. Vorrang sollten immer die Selbstrettung und die Rettung ohne Einstieg haben. Eine entsprechende Schulung ist unentbehrlich und sollte einmal jährlich wiederholt werden.

    Wir bieten Ihnen eine Basisausbildung und eine Ausbildung zum Aufsichtsführer für das Befahren von Behältern und den Einstig in enge Räume (CSE-Training – Confined Space Entry).

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