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Verschiedene Schrauben auf grauem Hintergrund

Schrauben

Mit passenden Schrauben lassen sich verschiedenste Materialien und Werkstücke unter unterschiedlichsten Bedingungen und Anforderungen sicher fixieren.

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Wolfgang Drexel
Wolfgang Drexel
Haberkorn Experte für Schrauben
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Die richtige Schraube für perfekten Halt

Schrauben kommen überall dort zum Einsatz, wo mehrere Teile miteinander verbunden werden sollen. Für verschiedene Anwendungen, Materialien und Anforderungen gibt es unterschiedliche Varianten von Schrauben. Sie unterscheiden sich vor allem hinsichtlich Anwendungsfeld, Material, Kopfform, Gewinde, Beschichtungen, Antrieb und Festigkeitsklassen.

Auf einen Blick
    Verschiedene Schrauben und das passende Zubehör
    Für unterschiedliche Einsatzzwecke sind jeweils andere Varianten von Schrauben ideal geeignet.

    Die verschiedenen Typen von Schrauben

    Spätestens dann, wenn sich eine Schraube nicht ins Werkstück eindrehen lässt oder beim Montieren kaputt geht, wird klar: Schraube ist nicht gleich Schraube. Je nach Anwendung bzw. Material, in das sie geschraubt werden soll, gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Varianten. Grundsätzlich unterscheidet man aber zwischen:

    Betonschrauben, Blechschrauben und Ringschrauben können noch weitere Kategorien bilden.

    Im Wesentlichen unterscheiden sich die verschiedenen Arten von Schrauben bezüglich Gewindeform und Schraubenfestigkeit.


    Die unterschiedlichen Schraubenmaterialien

    Für unterschiedliche Anwendungs- und Einsatzbereiche stehen verschiedene Schrauben aus unterschiedlichen Materialien zur Verfügung. Je nachdem, welchen Anforderungen die Schraube genügen muss, sind das Material sowie die dazugehörige Beschichtung ausschlaggebend für die Auswahl. Bei metrischen Schrauben kann allgemein gesagt werden, dass üblicherweise der Werkstoff, aus dem die verwendete Schraube gefertigt ist, der gleiche sein sollte wie der Werkstoff, aus dem das zu verschraubenden Bauteil ist. Diese Aussage gilt nicht für Holzschrauben.

    • Schrauben aus Stahl: Sie verfügen über ein besonders stabiles Gewinde, was die Anwendung ohne Vorbohren ermöglicht. Außerdem sind sie sehr robust und widerstandsfähig sowie unempfindlich gegenüber sehr hohen und sehr niedrigen Temperaturen.

    • Schrauben aus Edelstahl: Sie eignen sich aufgrund ihrer guten Witterungs- und Korrosionsbeständigkeit ideal für den Einsatz im Außenbereich.

    • Schrauben aus Messing: Sie sind nur bedingt korrosionsbeständig, überzeugen aber optisch und werden daher üblicherweise nur dort eingesetzt, wo die Schrauben im fertigen Teil sichtbar und keinen besonderen Beanspruchungen ausgesetzt sind.

    • Schrauben aus Kunststoff: Sie werden für Kunststoffverschraubungen verwendet, damit die Werkstücke nicht ausreißen.

    • Schrauben aus Kupfer: Da diese Schrauben besonders leitfähig sind, eignen sie sich ideal für den Einsatz in Elektroinstallationen.

    • Schrauben aus Titan: Sie sind wie Schrauben aus Aluminium witterungs- und korrosionsbeständig, gleichzeitig aber leicht und sehr belastbar. Sie eignen sich daher besonders gut für Leichtbauweisen wie bspw. den Motorrad- und Flugzeugbau. Titan ist der Werkstoff der Zukunft im Schraubenbereich.

    • Schrauben aus Aluminium: Sie sind ebenfalls witterungs- und korrosionsbeständig, gleichzeitig leicht, sehr belastbar und eignen sich daher besonders gut für Leichtbauweisen.

    Schrauben aus Kupfer, Titan und Aluminium sowie Schrauben aus anderen Werkstoffen sind je nach Möglichkeit auf Anfrage erhältlich. Schildern Sie uns gerne Ihre Wünsche und Anforderungen, wir klären die Machbarkeit oder informieren Sie über etwaige Alternativen.

    Wolfgang Drexel

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    Wolfgang Drexel
    Sortimentsmanager Verbindungselemente, Schrauben

    Die unterschiedlichen Schraubenoberflächen und Schraubenbeschichtungen

    Die Oberflächenbeschichtung bei Schrauben, auch Schraubenbeschichtung genannt, dient üblicherweise als Korrosionsschutz der Verbindungselemente bzw. der verbundenen Bauteile, kann aber auch aus rein optischen Gründen gewünscht sein. Welche Schraubenoberfläche metrische Schrauben und Holzschrauben haben müssen, hängt maßgeblich vom Verwendungszweck und vom Einsatzort des verschraubten Bauteils ab. Allgemein wird zwischen metallischen (z. B. Galvanisierung, Feuerverzinkung, plattierten oder aufgesprühten Überzügen), anorganischen (Oxidschichtung, Phosphatierung, Zink-/Aluminiumlamellierung) oder organischen (Gummi, Kunststoff, chemische Überzüge) Beschichtungen unterschieden.

    Bild einer blanken Schraube

    Schrauben blank: Die Oberflächenbezeichnung „Stahl blank“ oder auch „Stahl schwarz“ wird für Oberflächen verwendet, die vollkommen unbehandelt sind. Lediglich ein dünner Ölfilm schützt die Verbindungselemente kurzzeitig vor Rostbildung. Diese Oberflächenart wird dort eingesetzt, wo eine weitere Oberflächenbehandlung des Verbindungselementes nicht erwünscht ist – zum Beispiel bei Schweißmuttern oder Elementen mit sehr hoher Genauigkeit und engen Toleranzen.

    Bild einer phosphatierten Schraube

    Schrauben phosphatiert: Die Phosphatierung bietet einen einfachen Korrosionsschutz der Verbindungselemente. Diese Beschichtung wirkt reib- und verschleißmindernd und ist haftungsverbessernd für nachfolgende Beschichtungen. Sie dient daher als Trägerschicht und ist elektrisch isolierend. Zum Einsatz kommt diese Beschichtung überwiegend im Trockenbau. Dank der guten Hafteigenschaft funktioniert das Verspachteln der Schraubenköpfe sehr einfach. Außerdem ziehen phosphatierte Schrauben im Gegensatz zu verzinkten Schrauben im Laufe der Zeit nicht die Feuchtigkeit aus den Gipskartonplatten.

    Bild einer verzinkten Schraube

    Schrauben verzinkt: Galvanisch verzinkte Oberflächen werden im Bereich der Verbindungselemente am häufigsten eingesetzt. Diese Beschichtung bietet einen ausreichenden Schutz gegen Korrosion für Innenanwendungen. Dieser Schutz kann durch die Schichtstärke bzw. Verweildauer im Zinkbad beeinflusst werden. Sie eignen sich ideal für den normalen Einsatz ohne starke Bewitterung oder andere korrosionsfördernde Einflüsse.

    ACHTUNG: Bei Festigkeitsklassen ab 10.9 besteht die Gefahr von wasserstoffinduziertem Sprödbruch. Dieser kann durch Tempern reduziert, jedoch nicht ganz ausgeschlossen werden. Eine Alternative mit vergleichbaren Eigenschaften, aber ohne die Gefahr von Sprödbruch sind Schrauben mit Zink-Lamellen-Beschichtung.

    Bild einer feuerverzinkten Schraube

    Schrauben feuerverzinkt: Beim Feuerverzinken wird ein metallischer Zinküberzug über das Verbindungselement gelegt. Diese sehr fest haftende Zinkschicht bietet hohe Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse und wird daher vorwiegend im Außenbereich eingesetzt. Feuerverzinkte Schrauben sind beständig gegen Wind und Wetter.

    ACHTUNG: Aufgrund der dicken Schichtstärken dieser Oberflächenart (mind. 40 bis 120 µm) müssen Schrauben „unterschnitten“ werden, damit die Gewinde nach der Beschichtung in feuerverzinkte Muttern passen. Ausnahme sind Verbindungselemente für den Stahlbau nach EN 14399. Hier sind die Schrauben „normal“ geschnitten und die Muttern „überschnitten“.

    Bild einer Schraube mit Zink-Lamellen-Beschichtung

    Schrauben mit Zink-Lamellen-Beschichtung: Zink-Lamellen-Beschichtungen sind Überzüge aus Zink- und Aluminiumlamellen. Sie bieten eine sehr gute Korrosionsbeständigkeit. Die Schichtstärken sind mit galvanisch verzinkten Schrauben (5 bis 15 µm) vergleichbar. Aufgrund der Verarbeitung kommt es bei hochfesten Verbindungselementen (ab Klasse 10.9) aber zu keiner Sprödbruchgefahr. Diese Variante kommt daher als Alternative zu verzinkten oder feuerverzinkten Schrauben zum Einsatz.

    Bild einer Schraube mit schwarzer Farbbeschichtung

    Farbbeschichtungen: Besonders im Holzbau werden die Schraubenköpfe gerne so eingefärbt, dass sie farblich genau zur verschraubten Oberfläche passen und somit bspw. an schwarzen Fassaden kaum auffallen und auch nicht im Sonnenlicht glänzen. Diese Art der Beschichtung bringt nur optische Vorteile und hat keinen Einfluss auf die Eigenschaften der Schrauben.

    Schrauben mit Zink-Nickel-Beschichtung: Mit den steigenden Anforderungen an den Korrosionsschutz, an die Temperaturbeständigkeit, an die Beständigkeit gegenüber Salz sowie Klimabelastungen wurde in den 1980er-Jahren die Zink-Nickel-Oberfläche entwickelt. Neben der guten Beständigkeit gegen Korrosion weist diese Beschichtung auch gute Eigenschaften gegen die Kontaktkorrosion mit Aluminium auf, was vor allem für die Automobilindustrie entscheidend ist. Aus diesem Grund gibt es für diese Beschichtung derzeit nur Automobil-Normen, die die Verarbeitung und Beständigkeit in entsprechenden Versuchsreihen definieren. Aufgrund der dünnen Schichtstärke (6–10 µm) eignet sich diese Beschichtung auch für kleine Gewindedurchmesser.

    Schrauben mit Zink-Nickel-Beschichtung oder Farbbeschichtung sind auf Anfrage erhältlich.

    Wolfgang Drexel

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    Sortimentsmanager Verbindungselemente, Schrauben
    Bilder von Schrauben mit unterschiedlichen Beschichtungen
    Dank unterschiedlicher Beschichtungen sind Schrauben widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüssen. Unerwünschte Korrosion kann mithilfe der richtigen Beschichtung auch bei Schrauben aus nicht korrosionsbeständigen Materialien vermieden werden.

    Die Nutzungsklassen bei Schrauben

    Neben dem Material, aus dem Schrauben gefertigt sind, und der Beschichtung gibt auch die Einteilung in drei Nutzungsklassen nach DIN EN 1995:2008 den möglichen Einsatz von Schrauben vor.

    Nutzungsklasse

    Einsatz

    Nutzungsklasse 1

    für Bauteile in allseitig geschlossenen, teilweise beheizten Bauwerken

    Nutzungsklasse 2

    für Bauteile in überdachten, offenen Bauwerken ohne direkte Bewitterung

    Nutzungsklasse 3

    für frei bewitterte Konstruktionen


    Die unterschiedlichen Schraubengewinde

    Sowohl metrische Schrauben als auch Holzschrauben verfügen über einen zylindrischen Körper, um den eine Nut, das sogenannte Gewinde, verläuft. Dieses Außengewinde sorgt gemeinsam mit einem dazu passenden Innengewinde (bspw. einer Mutter) für festen Halt. Beim Verschrauben von Holz entsteht das Innengewinde von selbst, da sich dieses beim Schraubvorgang in den Werkstoff schneidet.

    Im Regelfall kommen Rechtsgewindeschrauben zum Einsatz, bei metrischen Schrauben werden für Spannverschraubungen jedoch auch Linksgewindeschrauben benötigt.

    Je nach Anwendung bzw. Konstruktionsvorgaben kommen Vollgewindeschrauben oder Teilgewindeschrauben zum Einsatz. Der Unterschied liegt darin, dass bei Vollgewindeschrauben das Gewinde direkt unter dem Schraubenkopf beginnt und bis zur Spitze reicht. Sie eignen sich besonders zur Aufnahme von großen Zugkräften bei Verbindungen von Holzbauteilen sowie für die Verstärkung. Bei Teilgewindeschrauben liegt unterhalb des Schraubenkopfes der sogenannte Schaft, das Gewinde beginnt erst weiter unten. Der gewindefreie Teil sollte zumindest so lang sein, wie das obere Bauteil stark ist. Sie kommen vor allem für die Verbindung von Holzwerkstoffen zum Einsatz.

    Gewinde definieren sich über fünf Maße und Messpunkte:

    • Außen-, Innen- oder Nenndurchmesser: der größte Durchmesser der Gewindegeometrie

    • Kerndurchmesser: der kleinste Durchmesser der Gewindegeometrie

    • Flankendurchmesser: der Durchmesser des Flankenzylinders, der das Gewindeprofil an den Stellen ausgeglichener Breite gleichmäßig durchschneidet

    • Steigung P: der Abstand der Gewindespitzen zueinander (bei metrischen Gewinden) oder die Anzahl an Gewindegängen auf der Strecke eines Zolls (bei zölligen Gewinden)

    • Flankenwinkel: der Winkel der Gewindespitze

    Zeichnung der Maße und Messpunkte von Schraubengewinden
    Absolut exakte Gewindemaße sind technisch nicht herzustellen und auch nicht sinnvoll, denn die Paarung der Schraubverbindung muss ein minimales Spiel zulassen. Diese sogenannten Gewindetoleranzen sind allerdings sehr gering.

    Die verschiedenen Gewindearten unterscheiden sich durch die Steigung sowie den Flankenwinkel. Die wichtigsten Gewindearten bei Schrauben sind folgende:

    Gewindeart

    Steigung (P) gemessen

    Flankenwinkel

    Einsatzbereich

    metrisches Gewinde

    „mm“ pro Umdrehung

    60°

    als Befestigungsschraube im Maschinenbau, Stahlbau, Anlagenbau usw.

    Blechgewinde

    „mm“ pro Umdrehung

    60°

    Verschraubung in dünnwandigen (metallischen) Materialien

    Kunststoffgewinde

    „mm“ pro Umdrehung

    30° und 140°

    Verschraubung in Kunststoffen

    UNC-/ UNF-Gewinde

    Umdrehungen (Gänge) pro Zoll

    60°

    als Befestigungsschraube im Maschinenbau, Stahlbau, Anlagenbau usw. im amerikanischen Markt

    Rohrgewinde

    Umdrehungen (Gänge) pro Zoll

    55°

    zylindrisch oder konisch zulaufend, für Rohrverschraubungen oder Fittings

    Whitworth-Gewinde

    Umdrehungen (Gänge) pro Zoll

    55°

    als Befestigungsschraube im Maschinenbau, Stahlbau, Anlagenbau usw. im britischen Markt

    Holzschraubengewinde

    „mm“ pro Umdrehung

    60°

    Verschraubung in Holz

    Schrauben mit anderen Gewinden wie beispielsweise Trapezgewinde, Rundgewinde, Sägegewinde oder Flachgewinde sind auf Anfrage erhältlich. Kontaktieren Sie uns!

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    Sortimentsmanager Verbindungselemente, Schrauben
    Bilder von verschiedenen Schraubengewinden
    Je nach Anwendung bieten verschiedene Gewindearten die ideale Lösung.

    Die unterschiedlichen Schraubenköpfe

    Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Schraubenköpfen sind vor allem optischer, aber auch praktischer Art.

    Schraube mit Sechskantkopf

    Sechskantschrauben: Dieser Schraubenkopf ermöglicht eine hochfeste Verbindung, da die Kraft vom Werkzeug optimal auf die Schraube übertragen wird.

    Schraube mit Zylinderkopf

    Zylinderkopfschrauben: Bei dieser Variante liegt der Antrieb weit im Schraubenkopf, wodurch diese tief im Werkstück versenkt werden kann.

    Schraube mit Senkkopf

    Senkkopfschrauben: Diese Art des Schraubenkopfs verschwindet komplett in angesenkten Bohrlöchern bzw. weichen Materialien. Dadurch kann eine plane Oberfläche erzielt werden. Das ist überall dort wichtig, wo herausragende Schraubenköpfe aus optischen oder funktionstechnischen Gründen unerwünscht sind oder Verletzungsgefahren entstehen können.

    Schraube mit Linsenkopf

    Linsenkopfschrauben, Halbrundkopfschrauben, Rundkopfschrauben, Flachrundkopfschrauben: Diese Arten des Schraubenkopfes verschwinden nicht zur Gänze im Werkstück. Es bleibt ein dekorativer, halbrunder Abschluss. Zum Einsatz kommen diese Schraubenköpfe vor allem dann, wenn das Versenken des Kopfes nicht möglich oder nicht erwünscht ist.

    Schraube mit Zierkopf

    Zierkopfschrauben: Wenn Schrauben als dekorativer Hingucker zum Einsatz kommen sollen – bspw. für Holzzierleisten, an Möbelstücken oder im Treppenbau – sind neben den zuvor genannten Linsenkopfschrauben auch Zierkopfschrauben die richtige Wahl.

    Schraube mit Tellerkopf

    Tellerkopfschrauben: Diese Art der Schrauben wird auch Sparrenschrauben, Konstruktionsschrauben oder Ingenieursnägel genannt und eignet sich aufgrund ihrer Länge besonders gut dafür, Holzteile fest und sicher miteinander zu verschrauben. Sie kommen daher bspw. bei Aufsparrendämmungen, bei Vordächern oder beim Bau anderer Holzkonstruktionen wie Carports zum Einsatz. Der Tellerkopf dient gleichzeitig als Beilagscheibe, vergrößert die Auflage auf dem Holz und schont damit das Material.

    Schraube mit Duokopf

    Duokopfschrauben: Diese Schrauben vereinen die Eigenschaften und Vorteile von Tellerkopfschrauben und Senkkopfschrauben.

    Schraube mit Dualkopf

    Dualkopfschrauben: Sie dienen als hochwertiger Ersatz für die DIN 571. Dualkopfschrauben ermöglichen dank ihres Torx®-Antriebs und des Sechskantkopfs ideale Kraftübertragung und perfektes Drehmoment.

    Schraube mit Panheadkopf

    Panheadschrauben: Diese Kopfform eignet sich hervorragend zum sichtbaren Verschrauben von Metallteilen auf Holz.

    Schraube mit Flügelkopf

    Flügelkopfschrauben: Schrauben mit Flügelkopf können einfach von Hand montiert und demontiert werden.

    Schraube mit Rändelkopf

    Rändelkopfschrauben: Schrauben mit Rändelkopf können gleich wie Flügelkopfschrauben einfach von Hand montiert und demontiert werden.

    Bilder von Schrauben mit unterschiedlichen Schraubenköpfen
    Schraubenköpfe haben Einfluss darauf, wie das fertige Werkstück aussieht. Sie können entweder komplett im Werkstück verschwinden oder sogar einen dekorativen Zweck erfüllen.

    Die unterschiedlichen Schraubenantriebe

    Es gibt eine große Vielfalt an unterschiedlichen Schraubenantrieben. Alle haben jedoch gemein, dass sie das Drehmoment vom Werkzeug in die Schraube übertragen. Für jeden Schraubenantrieb existiert das passende Werkzeug mit komplementärem Profil. Je mehr Antriebsfläche ein Schraubenantrieb aufweist, desto sicherer hält das Werkzeug beim Eindrehen der Schraube, die Abrutschgefahr sinkt, und umso besser ist auch die Kraftübertragung.

    Schraubenkopf mit Schlitzantrieb

    Schlitzschrauben: Beim Schlitz handelt es sich um die Ursprungsvariante von Schraubenantrieben. Schlitzschrauben sind jedoch in Bezug auf die Kraftübertragung eher ungeeignet, da der Schraubendreher leicht abrutschen und der Antrieb „verwürgt“ werden kann.

    Schraubenkopf mit Kreuzantrieb PH

    Kreuzschrauben PH: (Phillips): Der „Phillips-Kreuzschlitz“ (PH oder KS-H) ist die Weiterentwicklung des Schlitz-Antriebs und ermöglicht ein höheres Drehmoment. Außerdem wird das Schraubwerkzeug dank der Antriebsgeometrie im Schraubenkopf automatisch zentriert.

    Schraubenkopf mit Kreuzantrieb PZ

    Kreuzschrauben PZ: (Pozidriv): Im Gegensatz zum „Phillips-Kreuzschlitz“ verlaufen beim „Pozidriv-Kreuzschlitz“ die Antriebsflanken bis zur Spitze hin parallel, was einen besseren Halt des Werkzeugs im Schraubenkopf ermöglicht und Montagezeiten verkürzt.

    Schraubenkopf mit Innensechskantantrieb

    Innensechskantschrauben: Umgangssprachlich ist dieser Schraubenantrieb auch unter dem Markennamen „Inbus®“ bekannt. Durch die geometrische Anordnung der Flankenwinkel mit 120° kann eine ideale Kraftübertragung mit hohen Drehmomenten erzielt werden.

    Schraubenkopf mit Außensechskantantrieb

    Außensechskantschrauben: Als Gegenstück zum Innensechskant zählt der Außensechskant zu den am weitesten verbreiteten Antriebsformen. Schrauben mit dieser Antriebsvariante kommen sowohl bei Maschinenbau- als auch bei Holzbauschrauben zum Einsatz.

    Schraubenkopf mit Torx-Antrieb

    Innensechsrundschrauben: Hierbei handelt es sich um den Antrieb, der auch unter dem gebräuchlicheren, aber geschützten Namen „Torx®“ bekannt ist. Mit diesem Antrieb können noch größere Drehmomente erreicht und der Halt sowie die Zentrierung des Bits im Antrieb verbessert werden. TX-Schrauben sind besonders im Holzbau sehr beliebt. Es besteht allerdings bei Senkkopfschrauben bzw. Schrauben mit niedrigem Kopf die Gefahr, dass diese an der Schwachstelle zwischen dem Antriebsgrund und dem Übergang vom Kopf zum Schaft abbrechen. Solche Schrauben werden auch als Schwachkopf-Schrauben bezeichnet.

    Bilder von Schrauben mit unterschiedlichen Schraubenantrieben
    Die unterschiedlichen Antriebsarten von Schrauben haben Einfluss darauf, wie gut sich eine Schraube in das jeweilige Werkstück eindrehen lässt, und darauf, welches Werkzeug zum Eindrehen eingesetzt wird.

    Die unterschiedlichen Schraubenspitzen

    Bei Metallschrauben ist die Schraubenspitze üblicherweise stumpf, da diese durch ein bereits vorgebohrtes Loch gesteckt und mithilfe eines Gegengewindes, bspw. einer Mutter, befestigt werden. Holzschrauben besitzen eine scharfe Spitze, wodurch sie sich leichter in das Holz eindrehen lassen und dabei das Gegengewinde in den Untergrund schneiden. Spezielle Schrauben mit einer sogenannten Schabenut oder Schrauben mit Bohrspitze ermöglichen das Eindrehen von Schrauben in weiche Materialien wie Hölzer, Aluminium oder dünnwandige Bleche ohne Vorbohren. Zudem können damit unter Umständen die Randabstände geringer ausgeführt werden, ohne dass es zu ungewolltem Aufspalten des Holzes kommt. Die Bohrspitzen können ganz unterschiedlich geformt und bezeichnet sein. Achtung: Bei Harthölzern kann auf das Vorbohren nicht verzichtet werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Die Bohrspitzen haben je nach Hersteller unterschiedliche Formen.

    Bilder von Schrauben mit unterschiedlichen Bohrspitzen
    Je nachdem, für welche Anwendung die Schraube verwendet wird, sind unterschiedliche Bohrspitzen sinnvoll.

    Festigkeitsklassen bei Schrauben

    Während bspw. bei Stahl- oder anderen Metallverbindungen oft hohe Festigkeiten gewünscht sind, ist im Holzbau genau das Gegenteil der Fall: Durch das Härten von Schrauben wird das Metall spröde. Bei Bewegungen des Holzes bricht die Schraube dadurch leichter.

    Je nach Anwendung und Einsatzzweck gibt es daher Schrauben in unterschiedlichen Festigkeitsklassen. Im Holzbau kommen üblicherweise Festigkeitsklassen zwischen 4.6 und 5.8 zum Einsatz, im Metallbau Schrauben mit Festigkeitsklassen ab 8.8.

    Bild einer gekennzeichneten Schraube mit Festigkeit 8.8
    Schrauben sowie Muttern müssen ab Gewinde M5 mit Festigkeitsklasse und Hersteller versehen werden.

    Festigkeitsklassen für Schrauben aus Stahl

    Tabelle mit Informationen zu den verschiedenen Festigkeitsklassen bei Stahlschrauben
    Die Festigkeitsklasse wird aus zwei durch einen Punkt getrennten Zahlen angegeben. Die erste Zahl gibt 1/100 der Zugfestigkeit (in N/mm²) an, die zweite Zahl gibt 1/10 der unteren Streckgrenze (bei Festigkeit bis 5.8) bzw. der 0,2-Dehngrenze (ab Festigkeit 8.8) an.

    Festigkeitsklassen für Schrauben aus Edelstahl

    Tabelle mit Informationen zu den verschiedenen Festigkeitsklassen bei Edelstahlschrauben
    Die Festigkeit von Edelstahlschrauben wird in Klassen von 45 (weich) bis 110 (vergütet) eingeteilt. Die in der Tabelle angegebenen mechanischen Eigenschaften gelten speziell für die Stahlgruppen A1 bis A5.

    Normen und Gesetze bei Schrauben

    Um eine weltweite Standardisierung von Metallschrauben und den dazugehörigen Muttern zu erzielen, wurden und werden einige nationale DIN-Normen auf internationale EN-ISO-Normen umgestellt. Es geht hier vor allem um konstruktive (maßliche) Anpassungen. So kann rund um den Globus mit denselben Schrauben und dazugehörigen Werkzeugen gearbeitet und der internationale Warenverkehr vereinfacht werden.

    In unserer Übersicht zur Umstellung von DIN auf EN ISO haben wir alle Änderungen und relevanten Informationen zusammengefasst.

    Während bei metrischen Schrauben die geometrische Gestaltung, die Festigkeitswerte, die Anwendungen und weitere Parameter durch die jeweilige DIN oder ISO geregelt sind, stellt der Begriff Holzbauschraube lediglich den vorgesehenen Verwendungszweck dar. Sämtliche statischen Werte, Dimensionen, Kopfformen, Spitzen etc. sind bei Holzbauschrauben in der bauaufsichtlichen Zulassung beschrieben. Diese Zulassungen sind je nach Hersteller unterschiedlich.

    Wichtig ist allerdings immer, dass die Schrauben(-Verpackungen) mit dem CE-Kennzeichen und der entsprechenden ETA-Zulassungsnummer versehen sind.


    Durchmesser und Länge bei Schrauben

    Die maßgeblichen Werte bei Schrauben sind der Durchmesser und die Länge.

    Der Durchmesser wird bei metrischen ISO-Schrauben mit einem großen „M“ und einer Zahl angegeben; Ausnahmen sind Zoll-Gewinde. Bei Blechschrauben und Holzbauschrauben wird der Durchmesser hingegen nur mit einer Zahl ohne „M“ angegeben.

    Als Länge werden das Gewinde und der Schaft bis zum Kopf gemessen; Ausnahmen sind Senkschrauben und Linsensenkschrauben. Hier wird die Länge inkl. dem gesenkten Teil des Kopfes gemessen.

    Hier zwei Beispiele:

    • Sechskantschraube ISO 4017 M8x50

    • Blechschraube ISO 14585 4,2x19

    Abbildung verschiedener Schraubenvarianten mit Erklärungen zu Aufbau, Durchmesser und Länge
    Der Durchmesser und die Länge sind besonders wichtige Werte bei der Auswahl der richtigen Schrauben.

    Das richtige Drehmoment beim Schraubenanzug

    Der Schraubenanzug mittels Drehmoment oder Drehwinkel stellt sicher, dass eine hohe Qualität der Verschraubung erzielt wird. Nur so entstehen dauerhaft sichere Verbindungen, die den zu erwartenden Betriebsanforderungen standhalten und empfindliche Materialien wie Carbon, Aluminium, Magnesiumlegierung oder Kunststoffe nicht beschädigen. Der richtige Schraubenanzug macht also Qualität und Sicherheit reproduzierbar und kann mithilfe von Drehmomentwerkzeugen erzielt werden. Dabei ist zu beachten: Auch Schrauben strecken sich und ziehen sich wieder zusammen. Dadurch und durch viele weitere Faktoren, die diesen Prozess beeinflussen – bspw. Höhe der Unterkopfreibung, Veränderungen in der Höhe der einwirkenden Kraft und die Qualität des Gewindes – entsteht die sogenannte Vorspannung, die beim richtigen Drehmoment eine wesentliche Rolle spielt. Die Ermittlung der notwendigen Vorspannkraft und des dazugehörigen Drehmoments wird in der VDI 2230 „Systematische Berechnung hochbeanspruchter Schraubenverbindungen“ Teil 1 und Teil 2 beschrieben.

    Abbildung und Erklärungen zum richtigen Drehmoment
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